Die Schweiz an den Europa- und Weltmeisterschaften

 

Einmal jährlich finden jeweils abwechslungsweise die Einzel- und Teameuropameisterschaften statt. 2010 mischten sich erstmals ein paar Schweizer unter die Elite. Die WM findet alle zwei Jahre statt. 


Rückblick WM 2018 in Shanghai

Datum: 24. Juli - 2. August 2018

Rope Skipping mit Stäbchen – die Rope Skipping WM 2018 im Land der aufgehenden Sonne

Ein langer Flug, eine fremde Kultur, flirrende Hitze, Essen mit Stäbchen, letzte heisse Trainings, 1-Gang Leihvelos, Wettkampffieber, internationale Freundschaften, unvergessliche Erlebnisse.

 

Die Rope Skipping WM 2018 in Shanghai gehört bereits wieder der Vergangenheit an. Am 23. Juli 18 trafen die Delegationen aus 18 Ländern in Shanghai ein und wohnten dem feierlichen Einmarsch und der Eröffnungsfeier bei. Die Schweiz war vertreten durch die beiden Schweizermeister Matthias Zedi aus Kriens und Sara Ruchti aus Steffisburg. Weitere Schweizer Skipper mussten aufgrund von Semesterprüfungen leider auf die Wettkämpfe verzichten. Als National Coach fungierte Alessia Julmy, welche daneben noch zusammen mit Matthias Zedi die notwendigen Wertungsrichtereinsätze leistete. Mit Angi Etterli und Gabi Angst fanden zwei weitere Schweizerinnen den Weg nach Shanghai an die Wettkämpfe und leisteten moralische Unterstützung auf und neben dem Wettkampffeld.

Die ungewohnt hohen Temperaturen machten nicht nur den Springern zu schaffen. Dank den allgegenwärtigen 1-Gang Mietvelos legten wir jedoch den längeren Weg vom Hotel zur Halle in relativ kurzer Zeit zurück und wagten uns gar in den Stossverkehr der Millionenmetropole. Bei gefühlten 45 Grad in teilweise nicht gekühlten Hallen zu trainieren, forderte von den Springern noch mehr Schweisstropfen als üblich. Dafür erfüllte die topmoderne Wettkampfhalle alle Ansprüche. Gut organisiert, jedes Land mit persönlicher Betreuung und ein reibungsloser Ablauf machten die WM 2018 zu einem rundum tollen Erlebnis.

Bei den Wettkämpfen gaben unsere beiden Schweizer Springer alles. Sara Ruchti blieb mit ihrer Leistung von 421 Sprüngen im 3 Minuten Speed nur knapp unter ihrer persönlichen Bestleistung. In den anderen Disziplinen unterliefen ihr leider zu viele Fehler und sie erreichte nicht ihr gewohnt hohes Niveau. Trotzdem resultierte der gute 38. Rang von 42 klassierten Springerinnen. Auch Matthias unterliefen etwas zu viele Fehler. Mit seinem spielerisch charmanten Freestyle und den tollen Akrobatikeinlagen verzauberte er wiederum das Publikum. Er erreichte den hervorragenden 22. Platz von 29 gestarteten Springern.

Bei den Speeddisziplinen bestachen die asiatischen Nationen, allen voran China. Mit 113 Sprüngen in 30 Sekunden wurde ein neuer Weltrekord aufgestellt. Ebenso verbesserte derselbe Springer seinen eigenen Weltrekord im 3 Minuten Speed auf 568 Sprünge. Bei allen Speeddisziplinen wird jeweils nur der rechte Fuss gezählt, was bedeutet, dass er in 3 Minuten tatsächlich 1136 Sprünge absolviert hat. Umgerechnet ergibt dies: In jeder Sekunde drehte der Springer das Seil 6,3 Mal um seinen Körper – und das volle 3 Minuten lang! Alle Resultate können unter fisac-irsf.org eingesehen werden.

Bei den Herren Einzel dominierte in der Schlussklassierung Hong Kong, bei den Damen Dänemark. Der absolute Höhepunkt fand am Schlussabend vor der Schlussfeier statt: Der World Cup 2018. Dabei zeigten die grossen Seilspring Nationen in Grossgruppen zwischen 12 und 16 Personen Shows während maximal 8 Minuten. Es wurden jegliche Seilformen zu mitreissender Musik mit Akrobatik und Tanz kombiniert. Bei diesen fantastischen Darbietungen, welche vom zahlreich anwesenden Publikum lautstark unterstützt wurden, sicherte sich Belgien den Sieg vor Hong Kong und Australien.

Am Abend des 31. Juli 18 war die WM 2018 schon wieder Geschichte. Während einer Woche hatten sich unterschiedlichste Menschen aus der ganzen Welt mit demselben Interesse gefunden: Freude am Rope Skipping. In dieser Randsportart wird der Ausdruck Sportfamilie tatsächlich gelebt.

 

Bericht: Gabi Angst

 

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EM 2017 in Portugal (Braga)

Zwei neue Schweizerrekorde!

 

Das Frauenteam erreichte im Double Dutch Speed Relay 402 Sprünge und Sara Ruchti sprang 88 Triple Unders!

 

Am 25. Juli trafen sich 14 Personen aus den Vereinen Kriens, Steffisburg und Baar.(davon 7 WettkämpferInnen, 4 Wertungsrichter und Fans) im Flughafen Zürich. Unser Flug brachte uns nach Porto, wo wir von den Organisatoren aus Brage mit dem Bus abgeholt wurden. Wir logierten im 5-Sterne Hotel Melia. Dort trafen wir auf Ruth und Felix Bühlmann, die mit dem Auto angereist waren. Zu Fuss marschierten wir in die Wettkampfhalle, um unser 10 Minuten Training auf der Wettkampffläche zu absolvieren.

Alessia Julmy, Katja Kaderli, Luana Casillo und Matthias Zedi standen bereits am Mittwoch als Wertungsrichter im Einsatz. Wir andern wanderten über 420 Treppen zum „Pom Jesus da Monte“. Die wunderschöne Aussicht auf die Stadt belohnte unseren Aufstieg.

Am Donnerstag überraschte uns die ROPESKIPPINGSWISS Präsidentin Marianne Bärfuss-Roth mit ihrem Besuch. Auf ihrer Weltreise mit dem Segelschiff strandete sie zeitgerecht in Lissabon. Weitere Fans reisten an. Mo Schuler, Nadine Staub, Nadja Bühlmann und Sandra Angst starteten am Donnerstagnachmittag als Team bei den Female Teams. Nicht alles lief wunschgemäss. Umso mehr freuten sie sich über den neuen Schweizerrekord im Double Dutch Speed Relay mit 402 Sprüngen in 3 Minuten. Jede Springerin skippt 45 Sekunden im Double Dutch, wobei nur der rechte Fuss gezählt wird.

Bei den Masters starteten Rahel Wettach, Sara Ruchti und Matthias Zedi. Rahel musste verletzungsbedingt nach den zwei Speed-Disziplinen Forfait geben. Mättu und Sara begeisterten mit ihren Freestyles die Zuschauer. Für seine Kreativität erhielt Mättu den 2. Platz und verpasste dabei nur knapp die Top Ten im Freestyle. Als letztes standen die Triple Unders auf dem Programm. Sara erreichte 88 Sprünge mit je drei Seildurchzügen. Damit setzte sie einen neuen Schweizerrekord und erreichte den ausgezeichneten 7. Platz!

Ich danke Alessia, Kudi, Lu und Mättu für ihre Einsätze als Wertungsrichter!

 

Bericht: Angi Etterli

 

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